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Theater // Mi 15. – Sa 18.11.
Die Politik spielt verrückt. Das Theater spielt dagegen an. Regisseur Frank Heuel (fringe ensemble) hat während eines Istanbul-Aufenthalts die widerständige freie Szene am Bosporus entdeckt – und mit Institutionen eine Reihe deutsch-türkischer Gemeinschaftsarbeiten angeschoben. Drei davon zeigen wir jetzt unter dem Titel „Istanbul Friends“ als Festival. In SEE THE WORLD THROUGH MY EYES nach Texten von Lothar Kittstein folgt der Zuschauer unter anderem einem Drohnenpiloten auf mörderischer Mission im sicheren Kommandoraum. LOST IN LANGUAGE erzählt von einer jungen Kurdin, die seit ihrer Kindheit zwischen Deutschland, Anatolien und Istanbul nomadisieren musste – begleitet vom ständigen Gefühl des Fremdseins. Und in ZWISCHENHALT entwirft Autor Mirza Metin eine beckettsche Situation an einer Bushaltestelle im Nirgendwo – absurd komisch! Außerdem zeigt der Münsteraner Tu?sal Mo?ul („Halbstarke Halbgötter“) Auszüge seines jüngsten Werks DIE TÜRKISCHE DIVA. Let’s meet friends!
TANZHIGHLIGHT IM NOVEMBER // Sa 25.11., 20h
Cry Jailolo
Eko Supriyanto hat in Opern von John Adams getanzt, für Peter Sellars gearbeitet, das Broadway-Musical „Der König der Löwen“ beraten und bei Madonna mitgemischt. Sein Projekt CRY JAILOLO ist ein Manifest der schwindenden Schönheit. Er übersetzt traditionelle Tänze wie den Legu Salai in eine gegenwärtige Choreographie. Mehr noch: In eine futuristische Vision.
Mi 15. + Fr 17.11., 19.30h | Theater
Lost in Language / Dilde Kayboluş
Frank Heuel hat während eines Istanbul-Aufenthalts die widerständige freie Szene am Bosporus entdeckt. Drei der entstandenen deutsch-türkischer Gemeinschaftsarbeiten zeigen wir. LOST IN LANGUAGE erzählt von einer Kurdin, die seit ihrer Kindheit zwischen Deutschland, Anatolien und Istanbul nomadisieren musste – begleitet vom ständigen Gefühl des Fremdseins.
Mi 15.11., 21h + Do 16.11., 19.30h | Theater
Zwischenhalt / Aradurak / Rawestgeharaf
Der kurdische Autor und Schauspieler Mirza Metin hat einen starken Text über die aktuelle Situation in der Türkei geschrieben. An einer Bushaltestelle im Nirgendwo treffen sich ein Türke, ein Kurde und ein Deutscher – alle drei auf der versuchten Flucht in den Westen und unfähig die jeweils anderen zu verstehen. Trotz der verzweifelten Situation voll der Komik!
Fr 17.11., 21h + Sa 18.11., 20h | Theater
See the world through my eyes / Dünyaya Gözlerimden Bak
Dieses Projekt schaut aus ungewöhnlichen Perspektiven auf das Phänomen Krieg. Wir sehen mit den Augen eines Grenzsoldaten, mit denen eines Drohnenpiloten und liegen mit einem Kriegsveteranen im Krankenbett. Kittsteins Sprache kreiert hier innere Monologe im Sinne des stream of consciousness und gewährt uns einen schonungslosen wie überraschenden Blick auf und in die Welt.
Mo 20.11., 21h | Lesung
Late-Night-Lesung
Die Autorin, Journalistin und Bloggerin Kathrin Passig, die u.a. den Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt (2006) und den Johann-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay (2016) verliehen bekam, wird in diesem Herbst drei öffentliche Vorlesungen halten mit dem Titel Das arme Internet: „Wie es eine ganz neue Literatur hervorbringen sollte und was es stattdessen macht“ sowie in einer Late-Night-Lesung im Pumpenhaus aus ihren Werken vortragen.
Do 30.11., Einlass 20h / Beginn 20.30h | Konzert
Strom
Seine Musik lässt sich nicht beschreiben, ohne elementar zu werden. Töne, die wie schillernde Partikel im trüben Wasser schweben und jederzeit jäh wieder fortgerissen werden können. Synthie-Klänge, die unterm Piano-Himmel rauschen wie ein unberechenbarer Bachlauf. Vor allem live ein großes Erlebnis!
So 17. – Sa 23.12., Di 26. + Mi 27.12., 20h + Di 26.12., 15h | Theater
Der Messias
O sehet, die Welt ist ein schrecklich humorloser Ort geworden. Überall nur Sorgengesichter, als wäre die letzte Glühweinquelle versiegt. Aber fürchtet euch nicht. Dagegen haben wir wieder ein Mittel nach dem Ausfall der vorweihnachtlichen Schadenfreude letztes Jahr: „Der Messias“ ist das Manna unter den Chaos-Komödien, der himmlischste Witz auf Kosten des Evangeliums.
Mi 16.05., Einlass 19h / Beginn 20.00h | Konzert
konzerte dieser art #2
Traurigsein kann jeder. Weltschmerz in leuchtende Melodien packen und so hell besingen, dass es einem das Herz abwechselnd zuschnürt und aufsprengt, das kann keiner wie Scott Matthew. Der Australier mit Wahlheimat New York komponiert die schönsten melancholischen Songs der Welt. Sweet sadness, happy depression.